Sonntag, 17. Februar 2013

Delfine und Drachen

Senggigi - Mittwoch, 5. Dezember 2012

Von Amed geht es - mal wieder per Speedboat - nach Bangsal auf Lombok. Nach verwirrenden Verarschungsversuchen der ganzen Transportunternehmer hier in Bangsal ...
  • "Ich will mit dem Bemo fahren" - "Hier fährt kein Bemo" - Ich esse erstmal Bakso, eine tierisch scharfe Suppe
  • "Das Bemo fährt da hinten an der Ecke, ich bringe dich hin." Ok, ich steige nach Preisverhandlungen in den Pferdekarren
  • Am Busbahnhof - zumindest sah es so aus wie ein Busbahnhof: "Es gibt in Bangsal keine Bemos"
  • Hinterste Ecke vom Busbahnhof. "Ich bin Bemofahrer und diese 5 Leute fahren mit. Wir müssen noch warten bis wir 14 Leute voll haben." Lustige Unterhaltung mit dem Fahrer folgt. Nach 20 Minuten haut er ab und lässt uns alle stehen. Die Kaffeefrau sagt, er habe das mit dem Bemo nicht ernst gemeint. Und was ist mit den anderen Fahrgästen?? Ich raffe nix mehr.
  • Dann Einer: "Ok, ich fahre dich für 150.000 mit dem Taxi oder für 120.000 mit dem Moped" "Na dann mit dem Moped! 100.000 Ok?" "Na gut!" Wir gehen am Moped vorbei und fahren mit dem Taxi für 100.000.
... lande ich also in einem Taxi nach Senggigi. Dort soll es ganz nett sein, deshalb will ich mir das mal ansehen. Die Strecke dahin ist atemberaubend schön. Strand an Strand, Palmen, nackte Felsen und so weiter. Bali, du hast wohl einen neuen Gegner. Er nennt sich Lombok und meint es auch so. Auf jeden Fall geht er schon gleich zu Anfang hart ran.

irgendwo zwischen Bangsal und Senggigi

In Senggigi angekommen checke ich im Sonya ein. Nicht schön aber andererseits doch und billig. Ich tingele ein bisschen durch die Stadt - eine Scheißstadt, muss man sagen - und kaufe einen Reiseführer für Neuseeland im Bookshop an der Ecke. Den Satz "Buku ini yang lalu empat tahun oder so!" habe ich mir schon vorher zurechtgelegt und im Sonya einer Grammatikkontrolle unterziehen lassen. "Dieses Buch ist doch schon 4 Jahre alt oder so!" hilft zwar nicht direkt beim Handeln, aber der Verkäufer ist schwer beeindruckt und das zählt. Also, es hilft indirekt, ein bisschen. Wir labern über Gott und die Welt und ich kaufe das Buch. Und ich kaufe noch ein Ticket für eine 4-Tage-Bootstour nach Flores in einer windigen Holzbude an der Hauptstraße für einen siebenstelligen Betrag. Nicht wirklich teuer. Das Boot, wie sich später noch herausstellen wird, ist auch eine windige Holzbude. Und dieser Spontankauf wird sich als eine der besten Investitionen ever erweisen. Schon morgen geht es los, der nächste Schlepper fährt erst wieder Sonntag.

Im Sonya lerne ich dann Cholic kennen, mit dem ich den ganzen Abend bei Bier, Erdnüssen und Nelkenzigaretten vor Handy und Laptop sitze und wir uns ewig unterhalten und dann später uns einfach gegenseitig nur unsere Lieblingssongs vorspielen. Er steht zwar auf Schmalz, aber nicht nur. Und der Schmalz ist nicht nur schlechter Schmalz. Er arbeitet dort im Sonya, und mit den Touris abhängen gehört wohl zum Aufgabenprofil.

Mit Deutsch-Pop - er will deutsche Musik - à la mode du "Wir sind Helden" und "Juli" kann er nix anfangen. Ich ja eigentlich auch nicht. Udo Lindenberg versuche ich gar nicht erst. Und dann bei Kyuss, Queens of the Stoneage und Dover schaut er überfordert aus der Wäsche. Und ich kann mit seinem Indo-Pop nix anfangen. Also Hendrix, Dylan und Marley. Jimi, Bob und Bob. Und Ben Harper, Jack Johnson und alte Kracher. Bisschen Breakbeat und Busta Rhymes und Fugees. Und Justin Timberlake, Neil Young, Ryksopp, Metallica, Nelly Furtado, Cardigans (Iron Man), TLC, Tom Petty, Elton John (argh!) und Matisyahu.

Ein genialer Abend, lange nicht gehabt, sowas!

Auf See - Donnerstag, 6. bis Sonntag, 9. Dezember

Am morgen rappelt ein Bus heran, fast voll mit Gepäck und anderen Touristen aus Australien, Deutschland, Holland usw. Alles junges Volk, mit Ausnahmen. Ich glaube, das wird gut!

Der Bus bleibt noch ein oder zwei Stunden vorm Sonya stehen, denn die "Agentur" ist gleich um die Ecke und es gilt noch für Proviant zu sorgen. Wir bestellen Bier und Gin und was weiß ich noch alles. Für den Rest ist gesorgt, Futter ist inklusive.

Die Hauptstraße von Senggigi wird auch gerade frisch geteert und wir haben alle diesen klebrigen Teer unter den Badelatschen. Die Schlappen aus Chennai hatten einen super Grip auf egal welchem Untergrund - jetzt ist das alles flöten, und nachdem sich eine Panade aus Straßendreck und kleinen Steinen gebildet hat, fühle ich mich wie damals im Tanzkurs: Ledersohle auf poliertem Tanzparkett

Eine übles Scheißunterfangen war das, damals! Am ersten Tag wurden die Jungs und Mädchen in zwei Reihen gegenüber gestellt und es hieß: "Damenwahl!". Ich und die anderen paar bebrillten Nerds bekamen natürlich die Reste ab. Beziehungsweise bekamen die Reste die Reste ab. Ich glaube sogar, dass die Damenwahl damals zum Ende hin noch von den Tanzlehrern forciert werden musste. 

Soll heißen, dass die übriggebliebenen Mädels auch keinen Bock auf uns Computerfreaks und Yps-Leser hatten und unschlüssig rumstanden, weil sie nur noch die Wahl zwischen Pest oder Cholera hatten. Hochwasserhose oder Pickelfresse? Zwerg oder Pottschnitt? Natürlich waren wir alle irgendeine Kombination aus diesen unrühmlichen Attributen.

Meine war dann einen Kopf größer als ich. Aber hübsch war sie und sie sah dann auch die ganze Zeit ganz glücklich mit mir aus. Das machte es irgendwie etwas leichter. Zumindest bevor ich ihr ständig auf die Füße getreten habe. Dass ich immer noch nicht tanzen kann (und will), muss ich ja hier wohl nicht extra erwähnen :)

die Crew kauft noch ein bisschen Proviant
Irgendwann steigen wir wieder in den Bus und die Fahrt quer durch Lombok zum Hafen an die Nord-Ost-Spitze zeichnete kein gutes Bild. Diese Insel erscheint dem Stippvisitor als komplett zubaut. Es gibt kaum mal ein paar Meter auf denen kein Haus steht. Es reiht sich Kaff an Kaff, ohne Lücke. Das ist zwar auf Bali streckenweise auch schon so, aber das hier ist anders. Extremer. Konsequenter. Schlichtweg gnadenlos.

Wie das wohl ist, wenn man mal von der endlosen Hauptstraße runterkommt? Aber wenn man sich eine genauere Karte von Lombok antut, dann sieht das nicht gut aus. Die Südhälfte: Tau-sen-de von Dörfern. Sind die Lombokaner wirklich so vervielfältigungsfreudig? Und dabei haben die nichtmal so'nen Papst, der ihnen den Kopierschutz verbietet ... Gedanken eines Durchgekarrten.

Als wir am Anlegehafen ankommen, springe ich sofort aus dem Bus. Wie mir schon auf Bali berichtet wurde, sind diese Bootstour-Kähne eher mit Sklavenschiffen zu vergleichen. Matratze liegt an Matratze. Privatsphäre: niente. Deshalb will ich mir den besten Platz sichern und frage irgendwen, welches Boot es ist.

Ich springe rüber und schmeiße, was ich gerade in der Hand habe, auf die Matratze, die ganz außen und am Rand liegt. Das erweist sich quasi als kongenial! Ich brauche später nicht immer die Leiter hoch und über andere Liegestätten krabbeln um an meine Kamera, Wasserflasche usw. ranzukommen.

Schlafquartier unterm Dach - totales Chaos schon am 2. Tag :)

Wir sind 15 Touris und 4 Leute Bootsbesatzung. Pippa, Kim, Priscilla, Elli, Chris, Libby, Jem, Lars, Franzi, Gerjan, Jesse, Paul, Tessa und Dingens. Und ich. Und 4 Leute Bootsbesatzung. Einer schreibt für's Fernsehen, der andere ist ein Slam-Poet, zwei Ärztinnen, eine spielt Theater, eine Dauertravellerin abgesprungen vom Stressjob auf dem Traumschiff, Fotoreporter und haarsträubende Geschichten.

Und Namen! Namen, wie gemacht für einen großartigen Road-Movie. Ein paar zumindest. "Kimberley Robinson" - wenn sich das nicht nach Abenteuer anhört, dann weiß ich auch nicht. Oder "Pippa Nachtnebel" - einer der coolsten Namen, den ich je gehört habe. Quasi der Gegenpol zu "Sunhild Kleingärtner".

auf dem Boot
Das Boot knattert los und man lernt sich langsam kennen. Als dann der Erste ein Bier aus der Kühlbox angelt, haben wir uns alle vorne an Deck versammelt, genießen die Fahrt und quatschen kreuz und quer und durcheinander.

Und in den folgenden Tagen merke ich mal wieder: man kann unglaublich lange einfach nur aufs Meer starren und sich den Wind um die Nase wehen lassen ohne auch nur im Entferntesten an irgendetwas negatives oder nerviges oder gar organisatorisches zu denken. Ist das schon Meditation? Ich plädiere für schuldig!

Sonne oben, Inseln mittig, Wasser unten

wir müssen zum Strand schwimmen

Wir halten an Strand X und Insel Y. Eine kleine Wanderung durch den Regenwald zum Wasserfall, mehrere exzellente Schnorcheltauchgänge, ein Berg mit phänomenaler Aussicht, ein Salzwassersee, aus unbekannter Tiefe gespeist.

Am Wasserfall

die ganze Meute

Am Salzwassersee
ein Raupenwesen von Aldebaran 4

Am zweiten Tag machen wir auf Touristenwunsch mal ungeplant halt an einem Strand von Sumbawa. Tiefschwarzer Sand, keine Menschenseele. Nee, doch! Ein paar Kids tauchen aus dem Nichts auf. Sie sind total verschüchtert. Man kommt sich vor, als wenn man gerade unentdecktes Land betreten hat.

Sie starren uns an, aber wenn wir uns vorsichtig nähern, verschwinden sie lieber. Als Elli dann im Bikini und mit europaweißer Haut aus dem Wasser steigt, ist die Surrealität mit Händen greifbar. Natürlich kennen sie Kalkleisten aus dem Fernsehen, aber das hier ist definitiv ein first contact.

solange es warm ist, ist auch dieses Wetter ok

am Esstisch

wichtige Bier-Informationen

schwimmen hinterm Klo

Frühstücksreste
Ohne GPS oder Kompass, ohne jegliche technische Errungenschaft der Seefahrtsgeschichte, und manchmal auch nachts, brettert der jeweilige Kapitän an der Nordküste Sumbawas entlang. Anfangs geht uns allen manchmal das Gekneter und Gerappel des Bootes auf die Nerven. Aber das hält meist nicht lange an.

Außerdem wird man ja mit allem Menschenmöglichen entschädigt. Morgens Delfine, mal grüßt eine Schildkröte und fliegende Fische sind eh omnipräsent. Dass es weder Stühle noch Tische gibt, fällt zwar auf, ist uns aber irgendwie ganz recht. Mehr noch: Einfachheit in Reinform - eher unbekannt, aber hochwillkommen.

Naturpool
Yoyo und Ben (v.l.n.r.)


Faxgerät

Cockpit, sieht nur auf dem Foto schnittig aus

Nasen im Wind

Dreamland

Wasserratte No 1
Beim Schnorcheln zeigt sich total unberührte Unterwassernatur. Auch der fünfte Schnorchelgang will einfach nicht langweilig werden. Es gibt immer wieder was anderes, was neues zu sehen. Riesige Schwärme und Nemo in seiner Anemone. Gelb-schwarze, gelb-blau-schwarze, grün-gelbe, weiß-gelbe, blau-grün-rote.

Und eine Gruppe von senkrecht im Wasser stehenden, langen, dünnen Fischen, die im Formationsflug mit dem Kopf nach unten von Koralle zu Koralle wandert. Und ein Rochen, der giftiger nicht aussehen kann: gelb mit blauen Punkten. Und ein Feuerfisch der eine Muräne zum Nachbarn hat. Muscheln die schnappen und Kaulen die quappen. Nee, Quallen die kaulen.

Strand namens Red Beach

Landgang

Fisch, reichlich

Perfekt!

Große Aufregung an Bord

Käpt'n Kacke auf seinem Kurs ins Vergessen

Vordeck ist Touri-Land
Irgendwann, am dritten Tag oder so ist das Bier alle. Die Agentur, oder wer auch immer, hat einfach weniger eingekauft, als wir bestellt und bezahlt haben! Was für eine miese Abzocke! Auch davon hatte ich schon auf Bali gehört.

Bier Ahoi!!

Wir sprechen uns ab und meutern. Die Crew wird an die Haie verfüttert, aber die haben auch kein Bier. King Jem und Queen Priscilla installieren eine tyrannische Diktatorenherrschaft. Und der Rest? 13 Mann auf des toten Manns Kist, oder was? Scheiße!, jetzt müssen wir das Deck schrubben! Krankheiten breiten sich aus. Viel schlimmer: Es gibt immer noch kein Bier! Alles für die Katz.

Die Terror-Monarchie wird gestürzt, und die eine Hälfte (6,5 Leute) will zurückfahren: "Auf Lombok gibt es auf jeden Fall Bier - haben wir doch gesehen!" Die andere Hälfte will wacker durchhalten. Wir tun das einzig logische: Ein Sägerochen wird mit Monarchenfleisch herbeigelockt und er sägt uns das Boot fein säuberlich in der Mitte durch. Feinste Tischlerarbeit. Alle sind glücklich. Aber: Kein Kiosk weit und breit! Kurs Ost-Ost-Ost, die Fahrt geht weiter.

Delfis

am Salzwassersee

Lund Dolphgren macht Mett

Bucht von Gili Lawah

Meerenge

anlanden auf Gili Lawah

Klettertour

Gipfelstürmer auf Gili Lawah

Rück das Bier raus, du Schwein!
Sumbawa ist riesig groß und wir fahren schon seit Tagen an der Nordküste entlang. Es scheint dort ziemlich öde zu sein. Keine Disko oder Kneipe, nicht mal ein Kettenkarussel kreuzt unseren Weg. Und auch sonst ist alles eher braun, trocken.

Als wir langsam aber sicher weiter nach Osten kommen, gelangen wir in die Welt zwischen Sumbawa und Flores. Dort wimmelt es nur so von Inseln. Große mit verschlungenen Buchten und winzige, die nach Malediven aussehen. Mangroven am Ufer und Strände in seltsamen Farben. Red Beach ist leicht rötlich und ein anderer kam mir doch glatt grünlich vor.

Mikroinsel, mehr Strand als Land

Strandgut mit Bewohnern

Badeklotten

Essen

schick

nochmal Essen, ständig Essen!

Yoyo lässt die Leiter runter ...

... damit wir Taucherbrillen auch wieder rauf kommen.

Tinneffverkäufer auf dem Wasser
Die Crew versorgt uns in regelmäßigen Abständen mit Breakfast, Lunch und Dinner. Es gibt morgens Toast mit Marmelade, dann Reis oder Nudeln mit Fisch oder ohne und abends gibt es Nudeln oder Reis mit ohne oder Fisch. Dazu Ei und Gemüse und Obst in rauhen Mengen zum Nachtisch. Es ist einfach, und meistens sogar richtig gut. Und Huhn gab es natürlich auch mal.

Huhn?, mag man sich fragen. Woher? Tja, hinten am Boot hängt ein kleiner Kasten. Und wenn man aus dem Klofenster schaut, sieht man darin drei oder vier verstörte Hühner, die die ganze Zeit ins Wasser scheißen. Nicht anders als wir. Aber richtig begeistert sind sie nicht von der Fahrt - also doch anders als wir. Sie machen eher einen depressiven Eindruck. Obwohl sie wahrscheinlich in ihrem eigenen Adrenalin baden, kann man sich später nicht über den Geschmack beklagen.

alle tiefenentspannt

Smutje Björn-Wolfgang in seiner Dezember-Kombüse

meine Voodoo-Utensilien

Ich will die Mädels erschrecken!

Jaja, Yoyo!

Küchengeselligkeit

sie sind überall!

Nichts außer Mitleidskäufer

Ach, Nee! Da ist das ganze Bier geblieben!
Ganz ehrlich! Was braucht man mehr?
Am Ende der Reise stehen zwei Ausflüge: zu den Waranen auf Komodo und zu den anderen Waranen auf Rinca (sprich: Rintscha). Vor Ort heißen sie Dragons. Man sagt, diese Viecher stammen noch aus der Dinosaurierzeit. Das ist aber Quatsch. Aber 5 Millionen Jahre haben sie schon auf dem Buckel. Dementsprechend runzelig ist ihre Haut. Haha.

Der Würger von Komodo. Ich glaube, Lars hätte wirklich gern mal mit so einem Urvieh gekämpft. :)
Mit einfachen Astgabeln werden aufdringliche Mörderbestien auf Abstand gehalten.

Erste Sichtung! Könnte aber auch eine Attrappe sein.


Runzelbande

immer schön in der Gruppe bleiben

Do the Komodo!

sieht irgendwie jung aus, oder?

Drachenfutter
Die Warane legen ihre Eier in Erdhöhlen ab und machen manchmal auch Brutpflege. Wenn die Kleinen schlüpfen, leben sie erstmal auf Bäumen, bis sie den natürlichen Feinden einigermaßen Paroli bieten können ("Paroli gefällig?") Bis dahin ernähren sie sich größtenteils von Insekten. Wenn sie dann größer sind, blättern sie in der  Speisekarte vor und bestellen eigentlich alles was so in der Gegend rumliegt und vorbeikreucht: Eier, Ziegen, Rehe, Nagetiere und besoffene Pauschaltouristen.

sind schon mächtig, die Brüder

Abstandhalter

kein Tourist

immer auf Posten

Achtung, hinter euch!

Schnüffelzunge

Angeblich ist vor ein paar Jahren ein dämlicher Tourist nicht bei seiner Gruppe geblieben und hat sich verirrt. Irgendwann ist er dann den Drachen begegnet und die haben ihn kalt gemacht.

Wenn man gebissen wird, egal ob man ein Wildschwein oder ein Weltenbummler ist, dann ist die Überlebenschance doch eher im unteren einstelligen Prozentbereich. Der Bakteriencocktail, den die Kollegen im Maul mit sich rumtragen, ist der Gesundheit eher abträglich. Vierzehn Tequila Sunrise sind ein Jungbrunnen dagegen.

ein Vogel!

mehr Waranfutter

Hier leben auch Leute. In Häusern auf Stelzen.
Als es weiter von Komodo nach Rinca geht, sehnen wir uns dem Ende der Tour entgegen. Alle sind klebrig und haben seit 4 Tagen nicht geduscht. Nur Meerwasser weit und breit und T-Shirts mit Salzrändern soweit das Pökelauge reicht. Zähneputzen geht aber auch damit. Nur die Seife schäumt nicht, aber ich glaube, das hat keiner ausprobiert. Wahrscheinlich stinken wir wie die Brückenpenner, aber das merkt man natürlich nicht, wenn man selber einer ist.

Als wir dann auf Rinca sind, ist die Lust eher gedämpft. Aber trotzdem ist es großartig, nochmal diese Urzeit-Monster zu sehen. Irgendwann fällt mir auf, dass Priscilla aussieht, wie frisch geduscht und gekämmt. Halt wie ein Mensch. Faszinierend! Wie macht die das?, denke ich mir. Egal, bald gibt's eine Festlanddusche.

Nach der Wanderung ist das Körper-Ekelgefühl fast übermächtig. Am Kiosk bestelle ich ein handwarmes Bier und danach - ein Wunder - fühle ich mich wie neu geboren. Unglaublich, was so ein bisschen Scheiß-Egal-Brause für eine tiefenpsychologische Breitenwirkung entfalten kann.


mehr Tinneff-Leute

Es geht auch ...

... ohne Zahnpflege.

Bad Neighborhood

Essensreste

Rinca rauf und Rinca runter

fies!

Touristen und Touristen

martialische Symbolik
Die Fahrt von Rinca nach Labuan Bajo auf Flores ist geprägt von grünen Inseln und wunderschöner Landschaft. Über Labuan Bajo braut sich zwar ein Unwetter zusammen, aber als wir ankommen ist wieder eitel Sonnenschein.

Im Hafen verabreden wir uns alle für den Abend mit Yoyo in einem Pizza-Restaurant. Die Touri-Bande zerstreut sich und ich beziehe eine Hütte am Hang mit Ausblick auf den Hafen. Programmpunkt #1: DUSCHEN!!!!

unschlagbar

noch unschlagbarer

Wer noch kann: ich habe mal alle halbwegs brauchbaren Videos hintereinandergeklatscht. Irgendwie durcheinander und das eine quasi doppelt, aber was solls:

3:30 min